Die neuen Bedingungen für Investitionsabzugsbeträge (Video)

Mit einem Investitionsabzugsbetrag kann ein Teil einer geplanten Investition bereits vorab liquiditätssteigernd steuerlich geltend gemacht werden. Die Bedingungen dafür wurden durch das Jahressteuergesetz 2020 gelockert. Welche Regelungen jetzt gelten, erfahren Sie hier.

Investitionsabzugsbeträge (§ 7g EStG) können bereits mit der Einkommensteuererklärung 2020 einfacher und umfangreicher in Anspruch genommen werden:

  • Ein Investitionsabzugsbetrag kann auch für vermietete Wirtschaftsgüter genutzt werden. Das gilt unabhängig von der Dauer der Vermietung. Somit sind auch längerfristige Vermietungen für mehr als drei Monate unschädlich. Das Wirtschaftsgut muss aber fast ausschließlich (min. 90 %) betrieblich genutzt werden.
  • Die begünstigten Investitionskosten wurden von 40 % auf 50 % angehoben.
  • Die Gewinngrenze für die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen (IAB) wurde für alle Einkunftsarten auf 200.000 € (bisher 100.000 €) angehoben.

Die Neuregelungen gelten für Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen die in Wirtschaftsjahren in Anspruch genommen wurden und werden, die nach dem 31.12.2019 endenden.

Werden Investitionsabzugsbeträge in Anspruch genommen, müssen die entsprechenden Wirtschaftsgüter innerhalb von drei Jahren angeschafft oder hergestellt werden. Ist die Frist für die Investition aus einem in 2017 endenden Wirtschaftsjahr geltend gemachten Investitionsabzugsbetrag in 2020 ausgelaufen, greift einer Verlängerung der Investitionsfrist auf vier Jahre durch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz (§ 52 Abs. 16 EStG). Erfolgt eine Investition erst in 2021 ist das in diesem Fall also unschädlich.